Räuchern lernen

Warum selber räuchern?

Es gibt viele Gründe räuchern zu lernen.
So eine frisch geräucherte Forelle hier, ein Lachs dort erhält die Freundschaft und steigert Ihre Beliebtheit in der Nachbarschaft und Familie erheblich.
Das ist selbstverständlich nicht der Hauptgrund, warum Sie das Räuchern zu Ihrem Hobby machen sollten, aber noch heute reden alle von den Leckereien, die mein Großonkel damals immer dabeihatte. Ich sag’s ja nur.
Aber Spaß beiseite, wenn Sie ein Freund von Geräuchertem sind und industriellem Flüssigrauch skeptisch gegenüberstehen, dann sollten Sie den Gedanken selber zu räuchern weiterverfolgen.
Es ist nicht schwer, es ist etwas Besonderes, und das Ergebnis schmeckt doppelt so gut wie Räucherware aus dem Supermarkt. Mindestens!

Der eigene Räucherofen

Zuerst benötigen Sie ein Gerät, mit dem Sie Ihre Lebensmittel räuchern können. Das kann, je nach handwerklichem Vermögen, ein selbstgebauter Räucherofen sein, ein günstiger Tischräucherofen für den Eigenbedarf oder ein richtiger Räucherschrank, der auch zum Kalträuchern geeignet ist.

Wir haben einige Räucheröfen für Sie getestet und stellen Sie hier vor. Natürlich sind unsere Testergebnisse keine Garantie, daß Sie ein mängelfreies Produkt erhalten, dennoch haben die von uns vorgestellten Räucheröfen uns überzeugt und sind unserer Meinung nach zu empfehlen.
Grundsätzlich kann man sagen, wenn Sie lange etwas von Ihrem Gerät haben wollen, dann sollten Sie sich einen Ofen aus Edelstahl zulegen.
Allerdings fällt auch eine Edelstahltür ab, wenn die Eisenscharniere durchgerostet sind. Achten Sie deswegen auf eine gute Verarbeitung.
Es ist manchmal unfassbar, welch klapprige Geräte man auf dem Markt findet.

Wenn Sie nur kleine Mengen für den Eigenbedarf räuchern wollen, oder als Anfänger ersteinmal ausprobieren wollen, dann ist ein Tischräucherofen wohl die beste Wahl. Beachten Sie, daß auch beim besten Ofen Rauch austritt und deshalb ausschließlich im Freien geräuchert werden sollte.

Viele Anfänger glauben, ähnlich wie beim Grillen, daß der richtige Mann natürlich mit Feuer, Kohle und Holz räuchert.
Dazu möchte ich klarstellen, daß es hier keine Schande ist mit Gas und elektrisch zu räuchern. Das machen die Profis so.

Die Vorbereitung

Ein neuer Räucherofen sollte, bevor Sie ihm Ihre Speisen anvertrauen, den Räuchervorgang einmal leer durchlaufen, um eventuelle Rückstände zu verbrennen. Dabei lernen Sie auch gleich die Bedienung des Gerätes.

Fische und Aale sollten natürlich möglichst frisch sein.
beim Ausnehmen darauf achten, daß die Eingeweide restlos entfernt sind, und daß sie nicht verletzt werden.
Da man die haut bei geräuchertem Fisch meist nicht mitisst, braucht man die Schuppen auch nicht zu entfernen.
Bei Fischen mit großen Schuppen können Sie diese entfernen.
Auch die Kiemenbögen sollten entfernt werden.
Ansonsten kann dort Blut austreten und der Fisch sieht eventuell nicht mehr so appetitlich aus.
Wenn möglich, räuchern Sie die Fische im ganzen.

Mindestens 12 Stunden vor dem Räuchern legt man die Fische in Salzlake ein.
Die Lauge besteht aus ca. 500 g Salz auf 10 Liter Wasser.
Auch gibt es verschiedene Gewürzmischungen zu kaufen.
Die Fische müssen komplett vom Wasser bedeckt sein.
Zu lange kann man die Fische nicht salzen.
In der Salzlauge löst sich überschüssiger Schleim.
Nach 12 Stunden entnehmen Sie die Fische, spühlen sie unter fließendem Wasser gut ab und trocknen sie gründlich. Trockene Fische bekommen eine schönere Farbe.

Es gibt so vieles, was man räuchern kann, daß eine genaue Beschreibung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.
Im Internet finden sich viele Foren zum Thema, in denen alle Fragen gerne beantwortet werden. Dort lernt man auch Gleichgesinnte Räucherer kennen, die gerne ihren Erfahrungsschatz teilen. Im großen und Ganzen ein sehr nettes Volk.
Auch gibt es viele Bücher, die einem den Einstieg erleichtern.